Kafedeyim

14. Juni 2026

WLAN QR Code fürs Café: zwei Felder, null Nachfragen

Warum ein WLAN QR Code das dankbarste Feature im ganzen Kafedeyim-Panel ist: zwei Felder ausfüllen, Gäste scannen und sind drin. Kostenlos in jedem Tarif.

Es gibt in jedem Café diese eine Kreidetafel. Darauf steht in schöner Handschrift das Café-WLAN-Passwort — irgendetwas mit Bindestrich, einem Unterstrich und einer Zahl, die aussieht wie ein Buchstabe. Und trotzdem wird an einem normalen Abend zehnmal danach gefragt. Ein WLAN QR Code beendet das, und zwar dauerhaft.

Das ist ehrlich gesagt das Feature mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Dankbarkeit im ganzen Panel. Zwei Felder. Fertig.

Warum die Kreidetafel nicht funktioniert

Sie funktioniert für dich. Du weißt ja, was da steht.

Für den Gast am Fenstertisch sieht die Lage anders aus: Die Tafel hängt hinter der Theke, er sitzt sieben Meter weiter, das Licht spiegelt, und ob das jetzt ein großes I oder ein kleines L ist, kann er von dort nicht entscheiden. Also fragt er. Oder er tippt dreimal falsch, seufzt und surft weiter über mobile Daten — und hatte gerade eine kleine, völlig unnötige schlechte Erfahrung mit deinem Laden.

Das Problem ist nie das Passwort. Das Problem ist das Abtippen.

Zwei Felder im Info-Tab

Im Panel gibt es den Info-Tab. Dort stehen Name, Stadt, Slogan, Adresse, soziale Netzwerke — und zwei optionale WLAN-Felder:

  • Netzwerkname (maximal 60 Zeichen)
  • Passwort (maximal 60 Zeichen)

Sobald du sie ausfüllst, erscheint auf deiner Lokalseite unter /k/dein-slug eine WLAN-Karte. Darauf: der Netzwerkname, das Passwort, ein Kopieren-Button und ein QR-Code zum automatischen Verbinden.

Der Gast scannt den Code mit der Kamera, das Handy verbindet sich mit dem Netzwerk. Kein Tippen, kein Nachfragen. WLAN teilen ist damit kein Gespräch mehr, sondern ein Scan. Wie das in echt aussieht, siehst du an unserem Beispiel-Café unter /de/k/demo.

Was in so einem QR-Code eigentlich steht

Kurz zur Technik, damit klar ist, dass hier keine Magie im Spiel ist. WLAN-QR-Codes sind ein alter, offener Standard, den iPhones und Android-Geräte seit Jahren von Haus aus verstehen. Der Code enthält schlicht einen Text nach diesem Muster:

WIFI:T:WPA;S:Netzwerkname;P:passwort;;

T ist der Verschlüsselungstyp, S der Netzwerkname, P das Passwort. Das Handy liest das, erkennt es als Verbindungsanweisung und bietet den Beitritt an. Keine App, keine Installation, kein Konto.

Und wenn dein Netz offen ist, also ganz ohne Passwort? Dann lässt du das Passwortfeld einfach leer. Der Code wird dann mit T:nopass erzeugt und funktioniert genauso: ein Scan, verbunden. Erzeugt wird er direkt im Browser des Gastes.

Kostenlos, in jedem Tarif

Damit das klar ist: Die WLAN-Karte und der WLAN-QR-Code gehören zum kostenlosen Teil. Kein Pro nötig, keine Kreditkarte, kein Sternchen.

Pro braucht man hier für andere Dinge — das Gewinnrad, das sich für Gäste wirklich dreht, Kampagnen-Banner, Logo und Farbe auf der Lokalseite, die detaillierte Statistik. Das kostet 19 € im Monat oder 190 € im Jahr. Das WLAN gehört nicht dazu und wird auch nie dazugehören. Es ist Infrastruktur, keine Verkaufsfläche. Die vollständige Aufteilung steht auf /de/for-business.

Der eigentliche Trick: wo der Gast danach landet

Hier wird es interessant. Der QR-Code für dein WLAN sitzt nicht irgendwo isoliert herum, er sitzt auf deiner Lokalseite. Und wer gerade die WLAN-Karte gescannt hat, hat genau diese Seite offen.

Auf derselben Seite stehen:

  • deine Speisekarte — mit Fotos, Preisen und bis zu drei Sprachen, was in Wien oder Berlin an einem Samstagnachmittag kein Luxus ist
  • deine Spiele — 28 Stück, ohne App, ohne Anmeldung, Beitritt per QR-Code oder sechsstelligem Raumcode
  • deine Links: Instagram, Google-Bewertung, Telefon, Adresse

Der Gast wollte nur ins Netz. Jetzt ist er einen Fingertipp von deiner Karte entfernt — und einen weiteren von einer Runde Tabu am Tisch. Niemand hat ihn zu irgendetwas überredet. Es lag einfach auf dem Weg.

Das ist der ganze Gedanke hinter der Lokalseite: eine Adresse, die der Gast aus einem eigenen, ziemlich egoistischen Grund aufruft — und die dann zufällig auch alles andere enthält.

Das ehrliche Kleingedruckte

Zwei Dinge, die wir nicht verschweigen.

Erstens: Der Gast muss die Lokalseite erreichen, bevor er im WLAN ist. Das geht über mobile Daten oder über den QR-Code auf deinem Tisch. In einem Kellerlokal ohne Empfang ist das ein echter Haken — dort bleibt die Kreidetafel als Ausweichlösung sinnvoll.

Zweitens: Ein WLAN-QR-Code ist genau so geheim wie deine Kreidetafel, nämlich gar nicht. Wer die Seite sieht, sieht das Passwort. Für ein Gästenetz ist das völlig in Ordnung. Für das Netz, in dem deine Kasse hängt, war es das noch nie — das galt aber auch vorher schon.

Zehn Minuten, einmalig

Registrieren, die beiden WLAN-Felder ausfüllen, ein Poster aus dem Marketing-Tab ziehen, auf die Tische stellen. Die Registrierung ist kostenlos und läuft über einen sechsstelligen Code per E-Mail, ganz ohne Passwort — die Ironie ist uns bewusst.

Und dann fragt heute Abend eben niemand mehr nach dem WLAN. Fang hier an: /de/for-business.

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