17 Haziran 2026
Gewinnrad im Café: Gewichte, Tageslimits und leere Felder erklärt
So funktioniert das Gewinnrad von Kafedeyim wirklich: Gewichte von 1 bis 1000, Tageslimits bis 100.000, leere Felder und eine ehrliche Starter-Einstellung für dein Café.
Ein Gewinnrad im Café klingt erst mal nach Jahrmarkt. In der Praxis ist es vor allem eine Rechenaufgabe, die du vorher lösen solltest. Denn ein Café-Glücksrad, das jeden zweiten Gast mit einem Gratis-Frühstück nach Hause schickt, ist kein Marketing, sondern ein Loch in der Kasse. Deshalb hier ohne Umschweife die Mechanik dahinter — Gewichte, Tageslimits, leere Felder — und was sie am Tisch tatsächlich bedeutet.
Gewichte: 1 bis 1000, und warum sie relativ sind
Jeder Gewinn auf deinem Rad bekommt ein Gewicht zwischen 1 und 1000. Das ist keine Prozentzahl, sondern ein Verhältnis. Ein Gewinn mit Gewicht 100 kommt hundertmal so oft wie einer mit Gewicht 1 — mehr steckt nicht dahinter.
Rechnen wir es einmal durch. Du hast zwei Gewinne:
- Filterkaffee, Gewicht 100
- Frühstück gratis, Gewicht 1
Die Summe der Gewichte ist 101. Der Filterkaffee trifft also in 100 von 101 Fällen, das Frühstück in 1 von 101 — etwa bei jedem hundertsten Dreh. An einem ruhigen Dienstag mit dreißig Drehungen fällt das Frühstück vermutlich gar nicht. An einem vollen Samstag kann es zweimal fallen. Zufall ist eben nicht gerecht, sondern nur zufällig.
Wichtig: Die Zahlen sind immer relativ zur Summe aller aktiven Gewinne. Sobald du einen dritten Gewinn ergänzt, verschiebt sich alles. Wer sein Rad nachträglich erweitert, sollte die Summe kurz neu im Kopf bilden.
Leere Felder: nicht jeder Dreh muss gewinnen
Jeder Gewinn lässt sich als „leeres Feld“ markieren — ein Pass-Feld ohne Gewinn. Es nimmt am Zufall ganz normal teil, hat also auch ein Gewicht, führt aber zu keinem Gutschein.
Das ist der wichtigste Hebel für deine Kosten. Gib dem leeren Feld ein Gewicht von 150, während deine echten Gewinne zusammen auf 200 kommen, und schon geht deutlich mehr als ein Drittel der Drehungen ohne Gewinn aus. Das ist völlig in Ordnung: Gäste drehen gern, auch wenn nicht immer etwas herausfällt. Ein Rad, das immer gewinnt, ist kein Spiel, sondern ein Rabattautomat.
Tageslimit: die harte Obergrenze
Gewichte steuern die Wahrscheinlichkeit. Aber Wahrscheinlichkeit ist kein Budget. Dafür gibt es das Tageslimit pro Gewinn: eine Zahl von 0 bis 100.000, wobei 0 „unbegrenzt“ bedeutet. Der Zähler läuft pro Gewinn und wird um Mitternacht UTC zurückgesetzt.
Setzt du beim Frühstück ein Limit von 1, ist nach dem ersten Treffer Schluss für diesen Tag — egal, wie oft noch gedreht wird. Erschöpfte Gewinne fallen einfach aus der Ziehung heraus. Ist gar nichts mehr übrig, zeigt das Rad einen „ausverkauft“-Zustand.
Genau so bekommt dein Kundengewinnspiel eine Deckelung, die du am Monatsende auch verteidigen kannst. Zehn Filterkaffees pro Tag sind zehn Filterkaffees, nicht „ungefähr zehn, je nach Glück“.
Wie die Ziehung technisch abläuft
Die Auswahl ist eine gewichtete Zufallsziehung, die auf dem Server passiert — nicht im Handy des Gastes. Das Rad in seiner Hand ist die Animation, die Entscheidung fällt vorher woanders.
Bei einem Gewinn bekommt der Gast einen sechs Zeichen langen Gutscheincode aus einem Zeichensatz ohne Verwechslungsgefahr (keine 0, 1, I oder O — damit sich an der Kasse niemand verliest). Der Code gilt exakt fünf Minuten, mit sichtbarem Countdown. Das ist Absicht: Es soll ein „jetzt zur Theke“-Fenster sein, kein Gutschein, der in der Jackentasche vergammelt. Dein Team prüft den Code auf der Kassenseite /de/verify und sieht sofort: gültig, schon eingelöst, abgelaufen oder unbekannt.
Ein Dreh pro Gerät, pro Café, pro Tag — ehrlich gesagt
Jedes Gerät darf pro Café einmal am Tag drehen. Das läuft über ein Cookie und den lokalen Speicher des Browsers — und damit sind wir bei der ehrlichen Stelle: Das ist eine Bequemlichkeitsgrenze, keine Festung. Wer seine Browserdaten löscht, dreht noch einmal. Wir behaupten nichts anderes.
Deshalb ist das Tageslimit deine eigentliche Kostenbremse und nicht die Ein-Dreh-Regel. Wenn die Limits sauber stehen, kann auch der findigste Gast dein Budget nicht sprengen.
Ein Starter-Rad zum Abschreiben
Wenn du keine Lust auf Tabellen hast, nimm das hier und pass es später an:
- Leeres Feld „Heute leider nichts“ — Gewicht 150, Limit 0
- Keks zum Kaffee — Gewicht 100, Limit 20
- Filterkaffee gratis — Gewicht 60, Limit 10
- Zweiter Espresso gratis — Gewicht 30, Limit 5
- Frühstück gratis — Gewicht 1, Limit 1
Summe: 341. Der Keks fällt in rund 100 von 341 Drehungen, das Frühstück in 1 von 341 — und selbst dann höchstens einmal am Tag. Die Limits deckeln den Warenwert pro Tag auf eine Zahl, die du vorher ausrechnen kannst. Nach zwei Wochen schaust du in deinem Betreiberbereich in den Bereich „Rad“, vergleichst ausgegebene und eingelöste Gutscheine und drehst an den Zahlen.
Einrichten ist kostenlos, drehen ist Pro
Das Rad kannst du auf jedem Plan komplett konfigurieren — Gewinne anlegen, Gewichte setzen, Limits vergeben, alles gratis. Damit deine Gäste tatsächlich drehen können, brauchst du Pro: €19 im Monat oder €190 im Jahr, also zwei Monate geschenkt. Keine Testphase, keine Karte bei der Anmeldung — und wenn du kündigst, bleiben Gewinne, Gewichte und Limits gespeichert.
Wie das beim Gast aussieht, siehst du bei /de/k/demo: ein echtes Beispiel-Café mit Speisekarte, Rad und Kampagne. Und falls der Tisch nach dem Dreh noch etwas zu tun braucht — die 28 Spiele liegen auf der Startseite direkt daneben, ohne App und ohne Anmeldung.
Bau dein Rad in Ruhe zusammen, bevor du entscheidest, ob es drehen soll. Die Anmeldung ist kostenlos und läuft ohne Passwort: Jetzt Café eintragen. Dauert kürzer als der Milchschaum.